Die Partner

Gebündelte Kompetenzen

Innovative Unternehmen und Erfinder, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Ämter und Kommunen  –  sie alle haben Anteil an der führenden Rolle, die Bayern als Wissenschafts- und Technologiestandort in Deutschland, Europa und der Welt einnimmt. Aufgabe der Bayerischen Forschungs- und Innovationsagentur ist es, die im Freistaat angesiedelten Akteure beim Erhalt und Ausbau dieser Position zu unterstützen.

Als zentrale Anlaufstelle in Bayern vergeben wir Fördermittel und beraten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Hochschulen bei der Einwerbung von Fördermitteln des Freistaats, des Bundes und der EU sowie in allen Fragen des Technologietransfers und der Absicherung und Verwertung wissenschaftlicher Ergebnisse – kurz: von der ersten Idee bis zur fertigen Innovation.

Hierfür arbeiten in der Bayerischen Forschungs- und Innovationsagentur mit Niederlassungen in Nürnberg und München vier Institutionen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung zusammen:

Bayerische Forschungsallianz GmbH (BayFOR)

Die Bayerische Forschungsallianz ist eine Gesellschaft zur Förderung des Wissenschafts- und Innovationsstandortes Bayern im Forschungsraum Europa. Sie wurde Ende 2006 auf Initiative der bayerischen Hochschulen (Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften) in der Rechtsform einer GmbH gegründet, um ihre Vernetzung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zu stärken und sie gleichzeitig auf die Anforderungen der europäischen Forschungsförderung vorzubereiten. Dafür begleitet und berät die BayFOR bayerische Wissenschaftler und Akteure aus der Wirtschaft im Wettbewerb um nationale und europäische Mittel für Forschung, Entwicklung und Innovation.

Das EU-Förderzentrum der BayFOR vernetzt bayerische Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft auf europäischer Ebene und unterstützt sie bei der Einwerbung von EU-Fördermitteln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Horizon 2020, dem europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Zu diesem Zweck bieten wissenschaftliche Referenten fachspezifische Informationen, strategische Beratung und aktive Unterstützung bei der Projektanbahnung, dem Aufbau von internationalen Forschungskonsortien und der Antragstellung. Als Partner im Enterprise Europe Network bietet die BayFOR zudem gezielte Beratung und Unterstützung für bayerische Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen – an, die sich für eine Teilnahme an EU-Projekten interessieren. Im Falle einer erfolgreichen Evaluierung unterstützt die BayFOR bei der aktiven Projektimplementierung und übernimmt gegebenenfalls das forschungsnahe Projektmanagement und/oder die Öffentlichkeitsarbeit. Zu den thematischen Schwerpunkten gehören: Lebenswissenschaften, Medizin, Informations- & Kommunikationstechnologien, Nanowissenschaften, Neue Materialien und Produktion, Umwelt, Bioökonomie und Energie, Luftfahrt, Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften, Sicherheit und Bildung. Darüber hinaus vertritt das EU-Verbindungsbüro in Brüssel die Interessen der bayerischen Hochschulen auf europäischer Ebene. Es stärkt ihre Sichtbarkeit und ist ihr Kontaktvermittler zu den europäischen Institutionen. So werden die Erfolgsaussichten von bayerischen Antragstellern innerhalb des Europäischen Forschungsraums (ERA) deutlich erhöht.

Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst betreut die BayFOR das Bayerische Förderprogramm zur Anbahnung internationaler Forschungskooperationen (BayIntAn). Die Anbahnungshilfe soll länderübergreifende Forschungskooperationen von staatlichen bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften initiieren bzw. vertiefen.

Zudem koordiniert die BayFOR die gemeinsamen Aktivitäten der Bayerischen Forschungsverbünde und unterstützt ihre Vernetzung auf europäischer Ebene.

Die BayFOR beheimatet außerdem die Wissenschaftliche Koordinierungsstelle Bayern-Québec/Alberta/International der Bayerischen Staatsregierung, die den Aufbau gemeinsamer Forschungsprojekte mit Wissenschaftlern aus diesen Regionen unterstützt.

Bayerische Forschungsstiftung

Die Bayerische Forschungsstiftung wurde 1990 vom Freistaat Bayern als gemeinnützige Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet, um durch rasche und flexible Förderung anwendungsorientierter Forschung den Hochtechnologiestandort Bayern zu stärken. Dabei konzentriert sich die Stiftung auf Forschungsvorhaben, bei deren Verwirklichung Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam gefordert sind und eine enge Zusammenarbeit besonderen Erfolg verspricht.

Stiftungszweck

Nach den Vorgaben ihres Errichtungsgesetzes soll die Stiftung – ergänzend zur staatlichen Forschungsförderung – durch zusätzliche Mittel oder auf sonstige Weise Forschungsvorhaben, die für die wissenschaftlich-technologische Entwicklung Bayerns oder für die bayerische Wirtschaft oder für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Bedeutung sind, sowie die schnelle Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Wirtschaft fördern.

Grundsätze der Mittelvergabe

Gefördert werden im Förderprogramm „Hochtechnologien für das 21. Jahrhundert“ Kooperationsprojekte und Forschungsverbünde, zudem vergibt die Stiftung Stipendien für den internationalen Wissenschaftleraustausch. Schwerpunktbereiche sind: Life Sciences, I&K-Technologien, Mikrosystemtechnik, Materialwissenschaft, Energie und Umwelt, Mechatronik, Nanotechnologie sowie Prozess- und Produktionstechnik. Die Förderung beschränkt sich auf ein Zeitfenster auf dem Weg von einer innovativen Idee bis zu einem Labormuster oder Funktionsmodell. Das wissenschaftliche Niveau zählt genauso wie das wirtschaftliche Potenzial einer Idee. Ziel ist eine spätere wirtschaftliche Wertschöpfung in Bayern aus den Ergebnissen der Forschungsvorhaben.

Antragstellung und -abwicklung

Antragsberechtigt sind

  • rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft,
  • Angehörige der freien Berufe,
  • außeruniversitäre Forschungsinstitute, Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen sowie Mitglieder oder Einrichtungen von Hochschulen, die zur Durchführung von F&E-Vorhaben berechtigt sind, mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in Bayern.

Ein besonderes Augenmerk gilt kleinen und mittelständischen Unternehmen. Intensive Beratung bei der Antragstellung, Begutachtung durch externe Fachgutachter, laufendes Projektmonitoring und Evaluierung der Ergebnisse kennzeichnen die Stiftungsarbeit.

Mittel

Jährlich berät die Bayerische Forschungsstiftung über Projektanträge mit einem Gesamtvolumen von über 50 Millionen Euro. Die Förderquote beträgt maximal 50 Prozent. Ein entsprechender Eigenanteil der Projektpartner ist erforderlich. Es werden 35-45 Projekte pro Jahr gefördert.

Bayerische Patentallianz GmbH (BayPAT)

Die Bayerische Patentallianz GmbH ist als zentrale Patent- und  Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften das Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Dabei evaluiert und vermarktet das Unternehmen die Erfindungen von mehr als 23.000 Wissenschaftlern in Bayern und bietet der Industrie Zugang zum größten Technologie-Pool Bayerns. Als Partner für Bayern im Bundesprogramm „Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen“ (WIPANO) berät und unterstützt die BayPAT darüber hinaus kleine und mittlere Unternehmen bei der schutzrechtlichen Sicherung und Vermarktung von Erfindungen.

Bayern Innovativ GmbH

Bayern Innovativ unterstützt insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dabei, tragfähige Ideen in erfolgreiche Innovationen umzusetzen. Die Angebote der Bayern Innovativ GmbH reichen von der Unterstützung bei der Projektvorbereitung über die Suche nach geeigneten Projektpartnern und Fördermaßnahmen bis hin zur erfolgreichen Vermarktung auf Messen und Kongressen. Die von Bayern Innovativ gestalteten Netzwerke und Cluster verknüpfen Wirtschaftsunternehmen mit Forschungsinstituten und Hochschulen, allen relevanten Akteuren der bayerischen Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik, weiteren bayerischen Clustern und Netzwerken und wichtigen Institutionen des Freistaats Bayern.

Fördermittelberatung & Projektträgerschaft bildet neben Netzwerke & ThinkNet, Vermarktung & Kommunikation, Innovationsdienstleistungen und Technologie- & Wissenstransfer ein weiteres Geschäftsfeld im Portfolio der Bayern Innovativ GmbH. Der damit beauftragte Projektträger Bayern ist seit 2011 ein Bereich der Bayern Innovativ GmbH und seit 2017 ein voll integriertes Geschäftsfeld im Leistungsportfolio der Bayern Innovativ. Der Projektträger Bayern ist vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit der Durchführung zahlreicher Technologieförderprogramme betraut. Die Mitarbeiter beraten und betreuen innovative Vorhaben von der Antragstellung bis zum erfolgreichen Abschluss. Zudem fungiert der Projektträger Bayern als Förderlotse und ist erster Ansprechpartner bei Fragen zu technologieorientierten Förderprogrammen.