Unternehmensgründung

Start-ups – Aller Anfang muss nicht schwer sein

Viele neue technologische Entwicklungen haben klein angefangen, beispielsweise als Idee eines begabten Tüftlers, als Produktkonzept eines Kleinbetriebs oder als Projekt an einer Hochschule. Um jedoch aus der innovativen Idee ein marktfähiges Produkt zu machen, reichen technologisches Know-how und Begeisterung nicht aus. Oft fehlt es an einer tragfähigen Finanzierung, ohne die eine Idee eben nur eine Idee bleibt.

Hier greifen Programme, die insbesondere vom Projektträger Bayern - ITZB betreut beziehungsweise beratend vermittelt werden. Sie richten sich an unternehmerische Neugründungen (Start-ups) im Technologiebereich sowie an bestehende Betriebe, die mit einem innovativen Produkt oder Verfahren an den Markt gehen möchten.

Bayerische Förderprogramme

Der Projektträger Bayern - ITZB ist vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie mit der Durchführung verschiedener Technologieförderprogramme beauftragt:

  • Innovationsgutschein – er richtet sich an kleine und mittlere Betriebe (KMU) aus Produktion und Handwerk, an Freiberufler sowie an Existenzgründer, die ihren Betrieb in Bayern gründen wollen. Gefördert werden Leistungen externer Entwicklungs- oder Forschungseinrichtungen im Vorfeld der Produktentwicklung oder der nachfolgenden Umsetzungsphase. Dies kann von Machbarkeitsstudien bis hin zu Prototypenbau und Produkttests reichen. Ansprechpartner sind neben dem Projektträger Bayern - ITZB auch die Innovationsberater der jeweils zuständigen Kammern (Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern).
  • BayTOU (Bayerisches Programm für technologieorientierte Unternehmensgründungen) – das Förderprogramm steht Gründern und bestehenden jungen Unternehmen offen, die sich auf zukunftsträchtige Technologien fokussiert haben. Gefördert wird die Entwicklung von Produkten, Verfahren oder technischen Dienstleistungen. Bedingung ist dabei, dass sie einen hohen Innovationsgehalt besitzt und mit einem erheblichen wirtschaftlichen und technischen Risiko verbunden ist. Auch hier ist Ihr Ansprechpartner in der Bayerischen Forschungs- und Innovationsagentur der Projektträger Bayern - ITZB.

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie vergibt auch Zuschüsse im Rahmen von folgenden Förderprogrammen:

  • BayStartUp – das vom bayerischen Wirtschaftsministerium und Partnern aus der Privatwirtschaft getragene Netzwerk begleitet Unternehmensgründungen in der Startphase und den folgenden Jahren. Schwerpunkte sind dabei die Entwicklung des Businessplans, die Anfangsfinanzierung sowie die Kontaktanbahnung zu Investoren und Technologiepartnern. Workshops zu relevanten Themen, individuelles Coaching für Unternehmensgründer und Veranstaltungen zur Kontaktpflege runden das Angebot ab.
  • Start?Zuschuss!  (Programm zur Förderung von Unternehmensneugründungen im Bereich Digitalisierung) – das Förderprogramm unterstützt Unternehmensneugründungen im Bereich Digitalisierung in der Startphase. Unternehmen mit einem besonders zukunftsfähigen, innovativen Geschäftsmodell, deren Gründung maximal zwei Jahre zurückliegt, erhalten eine Förderung für Ausgaben insbesondere für Forschung und Entwicklung, Markteinführung des Produkts sowie Miete und Personal.

Starthilfe aus der EU

Die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) berät und betreut Start-ups, die im europäischen Kontext aktiv werden möchten. Voraussetzung dafür ist, dass das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens eine klare europäische Dimension aufweist. Eine speziell an Start-ups und KMU adressierte Leistung der BayFOR ist die Beratung zu Eurostars 2, einem Förderprogramm auf EU-Ebene. Eurostars 2 vergibt Gelder unter anderem an Firmen und Forschungseinrichtungen, die sich gerade in der Ausgründungsphase bzw. kurz nach der Gründung befinden. Die Förderung der Projektteilnehmer erfolgt aus nationalen Mitteln, die durch einen Beitrag der Europäischen Kommission aufgestockt werden. Schwerpunkt von Eurostars ist die Stärkung europäischer Kooperationen von innovativen Technologieunternehmen bei der Entwicklung von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen. An Eurostars sind auch Hochschulen und wissenschaftliche Institute als Kooperationspartner beteiligt.