Sport Infinity

Sportartikel, individuell und endlos wiederverwertbar

In der Sportartikel-Branche beläuft sich die Mate­ri­al­ver­schwen­dung bei der Fer­ti­gung auf bis zu 30 Pro­zent, und frü­her oder spä­ter lan­den die Pro­duk­te auf der Müll­de­po­nie. Gleich­zei­tig kämpft die Welt mit knap­per wer­den­den Res­sour­cen. Im Rah­men des EU-Projekts „Sport Infi­ni­ty“ arbei­tet ein inter­na­tio­na­les Kon­sor­ti­um unter Lei­tung von adi­das an einer neu­en Gene­ra­ti­on von Sport­ar­ti­keln, die end­los wie­der­ver­wer­tet wer­den kön­nen. Die Arti­kel – bei­spiels­wei­se Fuß­ball­schu­he – wer­den in win­zig klei­ne, nur weni­ge Gramm schwe­re Tei­le zer­legt, die dann mit Über­schuss­ma­te­ri­al ande­rer Bran­chen zu neu­en Pro­duk­ten geformt wer­den. Fuß­ball­schu­he könn­ten künf­tig also Mate­ria­li­en jed­we­der Art ent­hal­ten – von Koh­le­fa­sern, die im Flug­zeug­bau ver­wen­det wer­den, bis hin zu den Fasern der Fuß­ball­schu­he, mit denen bei der letz­ten WM die Tore geschos­sen wur­den.

Ziel von Sport Infi­ni­ty ist es, inno­va­ti­ve und teil­wei­se auf Abfall basie­ren­de Kom­po­sit­werk­stof­fe zu ent­wi­ckeln, wel­che die auto­ma­ti­sier­te Her­stel­lung ein­fach anpass­ba­rer Sport­ar­ti­kel aus Kunst­stoff ermög­li­chen. Das Pro­jekt ver­folgt einen design­fo­kus­sier­ten Ansatz, bei dem der Werk­stoff ein Höchst­maß an Design­frei­heit ermög­licht und gro­ßes Inno­va­ti­ons­po­ten­zi­al bie­tet. Durch die ange­wand­ten Ver­fah­ren kön­nen diver­se Pro­dukt­for­men erzeugt wer­den, indem vie­le unter­schied­li­che Mate­ria­li­en ohne den Zusatz von Leim und/oder ande­ren Kle­be­mit­teln mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den. Das inter­na­tio­na­le Kon­sor­ti­um bün­delt die Exper­ti­se ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te – von Design über Mate­ri­al­ent­wick­lung, Fer­ti­gung und Mar­ke­ting bis hin zum Ver­trieb und Wie­der­ver­wer­tung – und über meh­re­re Fach­dis­zi­pli­nen hin­weg.

Erfolgskurs: Umfassende Beratung – Hand in Hand

An Sport Infi­ni­ty sind unter ande­rem zwei Fir­men betei­ligt, die von der Bay­ern Inno­va­tiv bei diver­sen Akti­vi­tä­ten betreut wer­den. Die Grund­la­ge für die erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit leg­te das von Bay­ern Inno­va­tiv gema­nag­te Clus­ter Neue Werk­stof­fe, das eine Teil­nah­me der bei­den Fir­men an einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der Bay­FOR zum The­ma „EU-Förderung für Forschungs- und Inno­va­ti­ons­pro­jek­te“ ermög­lich­te – ein vol­ler Erfolg: Eine pas­sen­de Aus­schrei­bung wur­de iden­ti­fi­ziert und ein ers­tes Pro­jekt­fin­dungs­tref­fen mit Bay­ern Inno­va­tiv und der Bay­FOR orga­ni­siert. Die Bay­FOR über­nahm dann die wei­te­re Bera­tung und Unter­stüt­zung bei der Antrag­stel­lung. Dies umfass­te die akti­ve Zuar­beit bei der Kon­zep­tio­nie­rung und Umset­zung des Antrags sowohl für die ers­te als auch für die zwei­te Stu­fe. Das Pro­jekt star­te­te im Juni 2015. Dem Kon­sor­ti­um gehö­ren neben dem Koor­di­na­tor adi­das mit Sitz in Her­zo­gen­au­rach neun wei­te­re Bran­chen­ex­per­ten an: BASF SE, KISKA GmbH, Fill Gesell­schaft m.b.H., Uni­ver­si­ty of Leeds, Cent­re for Tech­ni­cal Tex­ti­les (CTT), Asso­cia­ti­on CETI (Cent­re Euro­péen des Tex­ti­les Inno­vants), Hyper­cliq E.E. sowie Sports­Me­thod Ltd. Auf baye­ri­scher Sei­te sind die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie die OECHSLER AG betei­ligt. Wei­te­re Infos unter www​.adi​das​-group​.com/​d​e​/​u​n​t​e​r​n​e​h​m​e​n​/​s​t​o​r​i​e​s​-​c​o​p​y​/​s​p​e​c​i​a​l​t​y​/​r​e​c​y​c​l​i​n​g​-​w​a​r​-​g​e​s​t​e​r​n​-​w​i​l​l​k​o​m​m​e​n​-​u​n​b​e​g​r​e​n​z​t​e​-​w​i​e​d​e​r​v​e​r​w​e​r​t​ung.