Seitencrasherkennung mit Körperschall

Optimierte Lösungen für intelligente Insassenschutzsysteme

Seitliche Kollisionen gehören aufgrund des geringen zur Verfügung stehenden Überlebensraumes zu den gefährlichsten Unfallarten und stellen besonders hohe Anforderungen an die Insassenschutzsysteme.

Ziel des Forschungsprojekts CISS.S – Seitencrasherkennung mit Körperschall – unter Federführung der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) war es, das Gefährdungspozential beim Seitencrash durch die Erprobung neuer und die Übertragung bekannter sowie bereits bewährter Methoden aus der Frontalcrasherkennung mit Körperschall zu minimieren sowie innovative Lösungen für intelligente Insassenschutzsysteme zu erforschen. Projektinhalte waren die Weiterentwicklung eines Simulationsverfahrens für Körperschall (KS) und der Transfer in Querschnittsbereiche wie Produktions- und Medizintechnik.

Durch Grundlagenuntersuchungen konnten die Effekte der KS-Entstehung in den kritischen seitlichen Lastfällen
identifiziert und bewertet werden. Dabei zeigten sich konstruktive Abhängigkeiten, die mittels struktureller Anpassungen optimiert werden können, um die KS-Anregung und Ausbreitung zu verbessern.  Mit den entwickelten Verfahren konnte eine frühzeitige Erkennung des Seitencrashs zur verbesserten Airbag-Auslösung erreicht werden. Das
Verfahren wurde patentiert.

Vom Forschungsergebnis zum Patent

Das Kooperationsprojekt CISS.S – Seitencrasherkennung mit Körperschall wurde durch die Bayerische Forschungsstiftung mit rund 793.000 € gefördert. Das Vorhaben baute auf den Forschungsergebnissen des Projektes Crash Impact Sound Sensing (CISS) auf, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und mit dem Bayerischen Innovationspreis 2008 ausgezeichnet wurde.

Die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) hat das Forschungsteam bei der Beantragung von Fördermitteln beraten.

Im Anschluss wurde die Bayerische Patentallianz (BayPAT) von der THI mit der Bewertung der Patentierbarkeit und Vermarktbarkeit der Erfindung „Simulation der transienten Biegewellenausbreitung im Zeitbereich mittels Transient Ray Tracing Method“ beauftragt und hat nach empfohlener und erfolgter Inanspruchnahme im Namen der THI ein Patent beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) angemeldet und zur Erteilung gebracht.

Übersicht der Erfolgsgeschichten